1945-1946: Internierung

[ Das Tagebuch enthält noch einen zweiseitigen Kurzbereicht über Friedrich Schmeers Internierung in einem Lager in Theley nach dem Ende des 2. Weltkriegs. Zu der Zeit war er zur Arbeit auf der Halberger Hütte in Brebach verpflichtet und wurde abrupt verhaftet. Nach einem Jahr Gefangenschaft wurde er wieder entlassen. ]

[Seite 70]

Internierung
21.12.1945
Plötzliche Verhaftung durch Französische Polizei auf der Hütte
Durch Lastwagen Transport mit 8 Kameraden, 4 Brebacher (Seitz, Sep, Neu Hans, Becker Karl)
4 Personen aus Bübingen, Kleinblittersdorf, Sitterswald nach Theley [ siehe auch memotransfront.uni-saarland.de ]
Baracke I, Lager No. 33
(Essen schlecht Behausung noch schlechter)
Trotz strengem Winter-Eis-Schnee (von morgens 7h bis 12h und 1h bis 5h) Aufenthalt draussen im Hof.
Durch plötzliche Verhaftung keine Bekleidung …?). Dauerende Bewachung durch Wachposten auf Türmen. Lagerkommandant Fritsch (Strassburger). Streng, aber gerecht.
Im Mai meldete ich mich zum Arbeitskommando nach Saarbrücken. Kam zum Arbeitskommando Polizeibunker Saarbrücken Mainzerstrasse.

[Seite 71]

Arbeitete bei Firma Leonhardt. Chaikowsky, Hellendorf, St. Ingbert. Ottostrasse, Flughafen, Sprengkommando
dann Barackenbau St. Johann Mainzerstrasse Befreiungsfeld

3x zur Verhandlung durch Kpt. Hardt (Franz. Kommando)
(2x in Theley, 1 x Saarbrücken)
Keine Beanstandung
Oktober 1946 zur Entlassung freigegeben
24.12.1946 Entlassung

[ Nach der Internierung kehrte Friedrich wieder an seine Arbeitsstelle auf der Halberger Hütte in Brebach zurück. Er hatte deutlich an Gewicht verloren und sprach anschliessend nur selten über diese Zeit im Lager. ]

[Seite 72]

[leer]
1 Meridan = 60 Seemeilen

[Ende der Aufzeichnungen]

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